Begierde am Kamin
Dienstag, Dezember 30th, 2008Ach, wäre ich doch nicht mitgefahren! Vor Wut schäumend stehe ich im
strömenden Regen und fluche leise, aber nicht damenhaft, vor mich hin. Ich
denke zurück.
Der Tag hatte schon gut angefangen. Heute Mittag verpasste ich den Bus und
stand dann etwas hilflos an der Haltestelle. Ich musste aber unbedingt nach
Hause; denn am nächsten Morgen wartete wieder die Arbeit auf mich.
Also es half nichts! Ich zählte mein Geld. Es mochte gerade für eine
Taxifahrt in die nächste größere Stadt reichen, denn von diesem “Kuhdorf”, in
dem ich eine ehemalige Klassenkameradin besucht hatte, gab es nur einmal am
Tag eine Verbindung mit dem Postbus nach “draußen”. Das Dorf lag mitten im
Tal, in einem größeren Waldgebiet. Also, hier wollte ich nicht begraben sein!
Es gelang mir auch, das einzige Taxi im Ort aufzutreiben, aber als ich gerade
einsteigen wollte, hörte ich jemanden rufen. Ein junger Mann, elegant und
teuer, nach neuester Mode gekleidet, stand vor mir und sagte: “Sie sind doch
sicher so nett, mir das Taxi zu überlassen!”
Sprachlos über den arroganten Ton starrte ich den Herrn an.
“Moment mal, ich war zuerst da!” fuhr ich ihn an.
Dabei versuchte ich, den Herrn aufzuhalten, der schon dabei war, meine Koffer
wieder auszuladen. Verblüfft sah er auf meine Hand, die seinen Ärmel
festhielt. Er wollte schon zu einer heftigen Erwiderung tief Luft holen, als
der Taxifahrer dazwischentrat.
“Holla, holla! Wer wird denn gleich! Das geht sicher auch ein bisschen
freundlicher. Wo wollen die Herrschaften denn hin? Auf jeden Fall können Sie
ein Stück gemeinsam fahren, da nur eine Straße aus dem Tal führt. Also, wo
wollen Sie hin?”
“Ich will nach…!” fingen wir beide gemeinsam an, um gleich danach zu
verstummen, nicht ohne dem anderen einen vernichtenden Blick zuzuwerfen.
Der junge Mann begann als erster zu reden.
“Ich muss geschäftlich schnellstens nach K. Mein Auto streikt und ich bin
ohnehin schon viel zu spät dran.”
Überrascht erwiderte ich: “Da muss ich auch hin.”
“Na, also, das ist doch prächtig. Dann rein mit den Koffern und gleich geht
es los”, brummte der Fahrer.
Gar nicht erbaut von meinem Mitfahrer, stieg ich aber doch ein. Die halbe
Stunde Fahrt würde ich doch überstehen.
Als der Wagen anfuhr, musterte ich ihn heimlich. Wenn er sich nicht so
unmöglich benehmen würde, hätte ich mich sogar für ihn erwärmen können, weil
er wahrhaftig nicht schlecht aussah. Ich drehte mich zum Fenster, um die
schöne Landschaft zu genießen, bevor wir durch den dichten Wald fuhren. Aber
das Wetter hatte sich verschlechtert. Die Wolken hingen tief in den Bäumen,
und nieselnder Regen setzte ein. Mit einem Aufseufzer schloss ich die Augen.
Ich musste wohl eingenickt sein, denn ich wurde von einem scharfen Ruck und
einem berstenden Krach geweckt.
Mein Kopf war an die Scheibe geschlagen und mein linker Arm schmerzte.
Verwirrt rappelte ich mich hoch. Was war passiert? Das Auto lag halb im
Graben. Meine Tür ließ sich nicht öffnen, aber da half mir schon mein
Mitfahrer heraus.
“Sind Sie in Ordnung?”
Leise und gar nicht arrogant stellte er mir diese Frage. Unsere Blicke trafen
sich und verharrten Augenblicke ineinander, bis uns der Taxifahrer ansprach.
“Oh, verflucht! Mein Auto ist im Eimer. Diese Mistviecher! Mir ist eine
Wildsau reingelaufen. Rennt in den Wagen und verschwindet, als ob nichts
gewesen wäre. Oh, verflucht!”
Eine kalte Windböe erfasste mich, und im Nu war ich von dem immer stärker
werdenden Regen durchnässt.
Schnell flüchtete ich unter die Bäume am Wegrand. Mein Mitfahrer und der
Taxifahrer hantierten noch lange am Auto herum.
Da stehe ich nun im Regen. Wir sind mitten im tiefsten Wald, ich sehe keine
fünf Meter weit und in der halben Stunde, seitdem ich hier stehe, ist kein
Auto vorbeigekommen. Es ist schon völlig dunkel, obwohl es erst Nachmittag
ist. Der Regen fällt in regelmäßigen, dicken Schnüren sintflutartig vom
Himmel, und die Kälte kriecht mir bis in die Knochen. Meine Zähne führen ein
Eigenleben und klappern unaufhörlich aufeinander.
Der Fahrer kommt mit einer Decke unter dem Arm herangelaufen, die er mir
gleich umlegt.
“Das wird nichts mehr. Mit dem Auto kommen wir nicht weiter. Wir haben erst
die Mitte des Weges hinter uns. Hier ist weit und breit nur Wald. Am besten,
ich laufe zurück, um Hilfe zu holen.”
“Wie weit ist es denn?” frage ich ihn.
“Na, etwa 18 bis 20 Kilometer.”
Erschrocken rufe ich: “Oh, Himmel, das dauert ja ewig. Das ist ja viel zu
weit!”
Der Fahrer antwortet mit einem Achselzucken: “Ja, aber es nützt nichts. Es
macht mich auch stutzig, dass noch kein Auto vorbeigekommen ist. Wir sind
hier zwischen zwei Brücken. Als wir eben über die eine fuhren, war der Fluss
schon sehr angeschwollen. Hoffentlich ist sie nicht zusammengebrochen. Der
Fluss kommt aus den Bergen und ist bei starkem Regen unberechenbar.”
Mein Mitfahrer ist inzwischen herangekommen, und mit überheblicher Stimme
fragt er: “Wie stellen Sie sich das vor? Sollen wir etwa den ganzen Tag hier
im Regen herumstehen? Es ist schon schlimm genug, dass ich meinen Termin
verpasse und mein Anzug ruiniert ist. Soll ich aber auch noch stundenlang
hier herumstehen?”
Der Fahrer macht eine beruhigende Handbewegung.
“Nein, nein! Wir haben Glück. Nicht weit von hier ist die Jagdhütte des
Bürgermeisters. Dort warten Sie, bis ich Hilfe geholt habe. Nehmen Sie das
Nötigste mit, in der Hütte ist Kleidung zum Wechseln, und die Koffer sind im
Auto gut aufgehoben.”
Damit dreht er sich um, und uns bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu
folgen.
Ich bin so wütend. Dieser Kerl, der sich noch nicht einmal vorgestellt hat,
läuft vor mir im Regen und kümmert sich überhaupt nicht darum, ob ich
mitkomme. Er sieht sich noch nicht einmal um. Wenn der Fahrer nicht ab und zu
warten und mir helfen würde, hätte ich den Anschluss schon längst verloren.
Es ist inzwischen so dunkel, dass man bald die Hand nicht mehr vor den Augen
sieht, und ich fühle mich so hundeelend, aber auch gleichzeitig so wütend,
dass ich direkt platzen könnte.
Endlich sind wir da. Es ist nur ein einfaches Blockhaus. Aber drinnen ist es
trocken und gemütlich. Der Fahrer entfacht schnell ein knisterndes Feuer im
Kamin. Nachdem es schon merklich wärmer wird, zeigt er uns die Küchenecke und
sagt: “Da können Sie sich einen Tee machen, etwas Rum ist auch da. Hinter der
Tür ist ein Schlafzimmer. Dort finden Sie auch trockene Kleidung. Sie müssen
sich umziehen, sonst holen Sie sich eine Lungenentzündung. Ich gehe jetzt
los. Aber es wird sicher einige Zeit dauern, bis ich wieder da bin. Machen
Sie sich keine Sorgen.”
Damit zieht er die Tür hinter sich zu.
Etwas verloren fühle ich mich schon, besonders weil mir bewusst wird, dass
ich jetzt mit diesem unmöglichen Kerl alleine bin.
Vorsichtig sehe ich zu ihm hin, aber er beachtet mich gar nicht. Plötzlich
beginnt er, sich zu entkleiden. Mit einem erschrockenen Ausruf flüchte ich in
die Schlafkammer, nicht ohne einen Stuhl vor die Tür zu stellen, da sie
keinen Riegel hat.
Noch immer zittere ich wie Espenlaub, aber wenn ich ehrlich bin, nicht nur
der Kälte wegen. Ärgerlich schüttele ich den Kopf. Nein, von dem Kerl will
ich mich nicht verunsichern lassen.
Schnell entledige ich mich der nassen Sachen und schlüpfe in den Pullover und
die Hose, die ich in den Schränken finde. Alles ist etwas groß, aber es wärmt
herrlich.
Erschrocken fahre ich herum, als es an der Tür rüttelt.
“He, soll ich hier noch lange ohne Kleidung stehen, oder wie stellen Sie sich
das vor?”
Zu meinem Schreck schiebt er einfach die Tür auf und tritt in das winzige
Zimmer, das sofort noch kleiner wirkt. Er kommt bedrohlich näher. Mein
Herzschlag setzt aus, denn er hat überhaupt nichts an. Er steht da, als ob es
die natürlichste Sache der Welt wäre. Aber ich muss sagen, ich fühle mich
eher wie ein Kaninchen, das in der Ecke sitzt.
Leicht panikartig schnappe ich nach meinen nassen Sachen und entwische in die
Stube. Mein Herz klopft wieder wie wild, als ich am Kamin stehe und halbwegs
erwarte, dass er hinterherkornmt. Aber nichts passiert. Die Tür zur Kammer
ist zu. Zu meinem Ärger fühle ich Bedauern. “Ja, bist du denn verrückt?”
schelte ich mit mir.
Langsam beruhige ich mich und hänge meine nassen Sachen über eine Leine am
Kamin.
Ein Wasserkessel pfeift und ich stelle fest, dass der Typ alles für einen Tee
vorbereitet hat. Dankbar darüber, dass ich etwas zu tun habe, hantiere ich
mit der Teekanne. Der würzige Duft des Tees durchzieht den Raum. Zusammen mit
dem Knistern des Holzes im Kamin und dem Prasseln des Regens auf dem Dach,
erzeugt es in mir eine entspannte Stimmung.
Summend stehe ich am Herd, als mir bewusst wird, dass ich nicht mehr alleine
im Raum bin. Meine Nackenhaare stehen hoch und eine Gänsehaut läuft über
meine Arme. Ehe ich mich umdrehen kann, greift eine Hand an mir vorbei und
nimmt eine gefüllte Teetasse.
Eine dunkle Stimme sagt: “Danke für den Tee!”
Danach haucht er mir einen Kuss auf den Nacken. Wie elektrisiert drehe ich
mich um, aber er ist schon zurück zum Tisch gegangen. Nun hat er etwas an,
aber ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen. Die Sachen sind viel zu eng.
“Ja, ja! Lachen Sie nur. Dieser Bürgermeister muss ein wahrer Hänfling sein.
Das nächstemal suchen wir uns eine andere Jagdhütte aus.”
Wir lachen ein befreiendes Lachen, und es gelingt mir, mich ohne Scheu an den
Tisch zu setzen und ein unbefangenes Gespräch zu beginnen.
Als der heiße Tee, der mit einer ordentlichen Portion Rum “verlängert” ist,
seine Wirkung tut, werden mir die Lider schwer. Durch halbgeöffnete Augen
sehe ich ihn am Kamin hantieren. Dabei platzt das enge Hemd und er zieht es
aus. Da er wohl denkt, dass ich schlafe, kann ich ihn ungehindert beobachten.
Er sieht verdammt gut aus, und mir kommt der Gedanke, dass es vielleicht gar
nicht so schlimm wäre, wenn er die Situation ausnützen würde. Seine Muskeln
spielen, als er sich wieder bückt. Die Hose, die er trägt, ist auch sehr
knapp. Mir wird ganz heiß bei dem Gedanken, dass sie auch platzen könnte. Oh,
Himmel! Was für eine Vorstellung! Die Hose sitzt so stramm, dass man alles,
aber auch wirklich alles sieht. Nur zu deutlich tritt sein Geschlecht hervor,
als er langsam zu mir herüber geht und vor mir stehenbleibt. Das ist zuviel!
Ich kann nicht mehr stilliegen. Mir ist ganz heiß und ein Kribbeln hat sich
von meiner Scham aus über meinen ganzen Körper ausgebreitet.
Nur mit Mühe gelingt es mir so zu tun, als ob ich gerade aufwache. Gähnend
strecke ich meine Glieder. Er steht noch immer vor mir und mustert mich mit
einem Blick, der mich noch nervöser macht. Schnell stehe ich auf und zwänge
mich an ihm vorbei. Mein Nacken kribbelt unter seinem Blick, als ich am Tisch
stehe. Meine Hände stellen die Tassen zusammen, ohne dass es mir bewusst
wird. Bald halte ich es nicht mehr aus, und ich drehe mich abrupt um. Er
steht so dicht hinter mir, dass meine Brüste ihn berühren. Ich erstarre.
Unverwandt sieht er mich an. Mein Herz rast, weil ich spüre, wie sein Atem
schneller wird. Langsam hebt er seine Hand und streicht mir sanft über die
Wange. Noch immer ist sein Blick auf meine Lippen gerichtet, um dann langsam
bis zu meinem Busen zu wandern. Seine Hand streicht von meinem Nacken bis zum
Rücken. Fest hält er mich an seinen Körper gepreßt. Mit der anderen Hand
streift er den Pullover hoch und umfasst meine Brust, wobei der Daumen leicht
über meine Brustwarzen streicht. Sie werden sofort hart.
Ein leichtes Lächeln huscht über seine Züge, als er die verräterischen
Merkmale meiner Lust spürt.
Ich bin zu keinem klaren Gedanken mehr fähig und zittere am ganzen Körper.
Ein gehauchter Kuss auf mein Ohrläppchen lässt mich verhalten aufstöhnen.
Langsam hebt er den Pullover über meinen Kopf, um währenddessen mit den
Fingerspitzen quälend langsam die Wirbelsäule hinabzugleiten. Er beugt seinen
Oberkörper zurück und starrt mit brennendem Blick auf meine entblösten
Brüste.
Langsam neigt sich sein Kopf, und er umschließt mit seinen heißen Lippen eine
Brustwarze.
Voller Verlangen dränge ich mich ihm entgegen. Alle Bedenken sind verflogen.
Für mich existieren nur noch wie beide. Ich umklammere seine Oberarme, und
das Brennen in meinem Körper lässt mich vor Wollust aufstöhnen.
Seine Lippen wandern Zentimeter für Zentimeter den Hals hinauf, verweilen an
den Ohrläppchen, um dann meine Lippen zu finden. Dieser Kuss raubt mir völlig
den Verstand. Ich will mehr.
Meine Hände zerwühlen sein Haar, um dann langsam abwärts zu wandern. Erregt
spüre ich, dass er unter meinen Berührungen erzittert, und sein Kuss wird
immer fordernder.
Meine Hände gleiten, wie von selbst, an sein Geschlecht. Ich glaube schon,
diese herrliche Qual nicht länger aushalten zu können. Meine Fingerspitzen
tasten langsam zum Verschluß der Hose und er stöhnt wild auf.
Plötzlich hält er mich wieder weit von sich, schwer atmend und mit brennendem
Blick. Verwirrt über die Unterbrechung sehe ich ihn an.
Ein leises Aufstöhnen kommt über seine Lippen: “Was machst du mit mir? Du
hast mich verhext, aber ich werde dich bezwingen!”
Brutal nimmt er meine Lippen und seine Hände krallen sich schmerzhaft in
meinen Rücken. Dabei dreht er sich um, und während er mich wild küßt, zerrt
er an meiner Hose. Dann fallen wir rückwärts auf das Sofa. Schwer liegt er
auf mir. Nun reißt er mir die weite Hose gänzlich vom Körper.
Erschrocken über die plötzliche Wendung, versuche ich mich weinend zu wehren.
“Nein, nein! So nicht!”, schreie ich auf.
Erschrocken sieht er mich an, rollt von mir herunter und kniet sich vor das
Sofa.
Ganz sacht hält er mich umfangen, dabei haucht er tausend Küsse auf mein
Gesicht.
“Entschuldige! Du raubst mir den Verstand.”
Vorsichtig legt er sich neben mich, seine Hände wandern leicht wie ein
Schmetterling über meinen Körper und bringen innerhalb von wenigen Minuten
jeden Zentimeter meiner Haut zum Glühen. Aufstöhnend ziehe ich ihn wieder auf
mich, und auch ich beginne, an seiner Hose zu zerren. Ich gerate in einen
Zustand, in dem ich nicht mehr aufhören kann und vermag nur mehr zu flüstern:
“Nimm mich, bitte nimm mich!”
“Ja, ja!” stöhnt er. Schnell steht er auf, um sich seiner Hose zu entledigen.
Mir verschlägt es die Sprache bei seinem Anblick. Breitbeinig steht er da.
Sein Körper zeigt kein Gramm Fett, und er ist wunderbar muskulös. Aber was
mich völlig aus der Fassung bringt, ist sein steil aufgerichteter Penis.
“Himmel, damit bringt er mich ja um”, durchschießt der Gedanke meinen Kopf.
Mit weit aufgerissenen Augen starre ich auf sein Geschlecht. Aufreizend
langsam kommt er auf mich zu. Wieder beginnen seine Hände, meinen Körper zu
erkunden. Seine Lippen wandern bis zum Bauchnabel, wobei seine Hände langsam
meine Scham in Besitz nehmen. Schnell finden sie meinen Kitzler, und sie
beginnen, ihn leicht zu reiben.
Mein Körper windet sich willenlos hin und her, und ich stoße kleine spitze
Schreie aus. Ich umklammere sein Gesäß und beginne, es wie wild zu massieren.
Mein Mund sucht seinen Penis, und meine Küsse lassen auch seinen Körper in
rhythmische Zuckungen verfallen.
Mit einiger Mühe umfassen meine Lippen seinen mächtigen Schaft, und ich höre
ihn laut aufstöhnen.
Nach einiger Zeit entzieht er sich mir, um mich wie ein Verdurstender zu
küssen. Ich umklammere seine Schultern und ziehe ihn auf mich.
Ich spüre seinen Penis vor meiner Scheide und dränge mich ihm entgegen.
Als er dann mit mächtiger Gewalt in mich eindringt, explodiert eine weiße
Wolke um mich, und ich versinke in einem wirbelnden Strudel, der mich mit
sich fortträgt bis in schwindelnde Höhen, um beim gemeinsamen Höhepunkt wie
ein mächtiger Stein in eine endlose Tiefe zu stürzen.
Erst allmählich komme ich wieder zu mir.
Lange Zeit liegen wir schweißgebadet und völlig entkräftet übereinander.
Seine Augen sind geschlossen und sein Atem geht schon gleichmäßiger.
Unendlich behutsam streiche ich über seine Stirn und seine Lippen. Langsam
öffnen sich seine Augen, und mit einem klaren, ruhigen Blick sieht er mich
zärtlich an.
Vorsichtig gleitet er von mir herab und gräbt sein Gesicht in meine wirren
Haare.
Erst jetzt merke ich, dass das Feuer im Kamin verloschen ist. Frierend
umschlinge ich mit meinen Armen meinen nackten Körper und dränge mich dichter
an ihn.
“Liebling, du zitterst ja vor Kälte. Komm, wir gehn ins Bett. Das werden wir
schnell warm bekommen.”
Ohne Mühe nimmt er mich auf die Arme und trägt mich in die Kammer. Die
weichen Federn umhüllen mich schnell und bald denke ich nicht mehr ans
Frieren. Die Nacht ist noch lang, mein Körper ist allzu willig, und viellicht
kommt der Taxifahrer so schnell nicht wieder…
[ENDE]
